Nützliches Wissen
Was ist Erdwärme, wie funktioniert ein Bohrablauf, kann ich überhaupt bohren? Die häufigsten Fragen beantworten wir Ihnen gerne hier. Ebenfalls finden Sie nützliche oder hilfreiche Videos und Links. Sie finden Ihre Antwort oder Hilfe nicht? Kontaktieren Sie uns.
Ist die Wärmepumpe technisch ausgereift?
Ja, in der Schweiz werden seit über 30 Jahren Wärmepumpen mit einem hohen Qualitätsstandard eingesetzt. So wurden im Jahre 2023 über 43‘490 Wärmepumpen verkauft.
Arbeiten Sole- / Wasser-Wärmepumpen wirtschaftlicher als Luft- / Wasser-Wärmepumpen?
Luft- / Wasser-Wärmepumpen arbeiten teilweise mit sehr tiefen Wärmequelle-Temperaturen von weit unter 0° C. Bei der Sole- / Wasser-Wärmepumpen fällt die Sole-Temperatur nach heutiger Dimensionierung nicht unter 0° C. Da die Temperatur der Wärmequelle für die Wirtschaftlichkeit der WP sehr wichtig ist, schneiden Sole/Wasser WP bedeutend besser ab.
Hat die Sole als Wärmequelle Vorteile gegenüber Luft?
Die Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je wärmer die Wärmequelle ist. Die Soletemperatur liegt zwischen ca. 12° C und minimal 0° C, während die Lufttemperatur sehr viel kälter sein kann. Daher ist die Sole die bessere Wärmequelle als Luft.
Sind Erdsonden technisch ausgereift?
Erdsonden werden seit über 30 Jahren verbaut und ist somit eine ausgereifte Technologie.
Warum sollte ich Erdwärme nutzen?
- quasi wartungsfrei
- regenerativ und CO2-frei
- Einsparung von Betriebskosten
- durch die Einsparungen ist die Investition finanzierbar
- unabhängig von den Kapriolen des fossilen Energiemarkts
- langfristig planbar
- langfristig sicher
Wie lange dauert eine Tiefenbohrung?
Die Tiefenbohrung für die Erdsonde dauert inkl. An- und Abtransport der Gerätschaften ungefähr zwei bis vier Tage.
Wie lange hält eine Erdsondenbohrung?
Eine korrekt verlegte Erdsonde hat eine Lebensdauer von über 50 Jahren.
Wie tief muss eine Erdsonde sein?
Die Erdsonde wird objektspezifisch dimensioniert. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass für 6 kW Heizleistung in einem Einfamilienhaus eine Erdsonde ungefähr 150 Meter tief in den Boden gebohrt werden muss.
Wie warm ist es in 100 m Tiefe?
Bei 100 Metern ist der Untergrund ca. 12 Grad warm. In 400 Metern Tiefe herrschen über 20 Grad, im Erdkern bis 6000 Grad.
Was ist ein Anergienetz?
Anergie ist, vereinfacht erklärt, der Rest der übrig bleibt, wenn der Energie die Exergie (thermische Energie) entzogen worden ist. Sie lässt sich nicht mehr weiter umwandeln und muss an die kühlende Umgebung abgeführt werden. Dennoch kann sie in sogenannten Anergienetzen (kalte Wärmeversorgungsnetze mit niedrigen Übergangstemperaturen von rund 10 bis 25 Grad) hervorragenden Dienst tun.
Für die Warmwasser- und Heizproduktion sind die Temperaturen nicht ausreichend, werden aber mittels Wärmepumpe auf das erforderliche Niveau angehoben. Ebenso kann auch Kälte produziert werden und die Abwärme zurück ins Wärmenetz gespiesen werden. Da sie also mittels erneuerbarer Energie betrieben werden können, gelten sie als vielversprechende Möglichkeit einer nachhaltigen, emmissionsfreien Wärmeversorgung.
Wie viel Abstand zwischen Erdwärmesonden?
Aus bohrtechnischen Gründen ist bei vertikalen Bohrungen zwischen einzelnen Erdwärmesonden ein minimaler Abstand von mind. 5 Meter einzuhalten. Erdwärmesonden beeinflussen sich gegenseitig. Bei Anlagen, die vorwiegend nur zum Heizen oder Kühlen verwendet werden, ist der Sondenabstand zu maximieren. Wichtig ist es, die Grenzabstände zu beachten.
Stimmt es, dass Erdwärmesonden vereisen können?
Ja, das ist möglich. Aber eine sorgfältige Planung und ein ausreichender Abstand zwischen den Sonden vermeidet dieses Problem.
Zusätzlich kann in den Sommermonaten die Erdwärme zur Kühlung genutzt werden Während dieser Zeit transportiert die Erdwärme-Sonde dann wieder Wärme zurück in den Boden. In dieser Regenerations-Phase wird dann bis zur für die kalte Jahreszeit der natürliche Wärmetransport in der Erde noch unterstützt. Diese Wärme wird bis einem gewissen Grad für den Winter aufbewahrt.
Wo kann ich mich über Förderprogramme informieren?
Es gibt umfangreiche, vielseitige und kantonal unterschiedliche Förderprogramme die laufend angepasst werden. Informieren Sie sich in ihrem Kanton oder bei ihrem Heizungsfachmann.